„Dancework“

Schönheit, ihr ästhetisches Erfassen, ihre Dingbarmachung durch Fotografie
ist Arbeit.
Die fotografische Reihe DANCEWORK von Frank Buchna zeigt
elf Arbeiten, die das Wesen von Schönheit freilegen und fixieren. In einer
wohltuenden Wahrung der Balance aus Eros und Mystik, Weltentrücktheit
und konzentrierter Tanzarbeit
scheinen die mit der Fotokamera begleiteten
Tänzerinnen von Frank Buchna in ihrem Kern als sinnliche UND kraftvolle
Wesen
erfasst und – gerade durch ihre Unberührbarkeit hinter dem
Seidenstoff – begreifbar gemacht worden zu sein.

Buchna zeigt sich hierbei erneut als ein Meister der Diskretion. Neben
traditioneller und experimenteller Fotografie (herausragend seine
Arbeiten mit der alten Technik des Fotogramms) begleitet er Tanz-
und Theaterproduktionen und schafft mit seinem sensiblen Gespür
für Nähe und Distanz
und vor allem für die Einmaligkeit des Augenblicks
einer minimalen getanzten Bewegung im Kontext der gesamten
Choreografie Bilder von außergewöhnlicher Intensität.

Durch Mehrfachbelichtungen wird der Bewegungsverlauf (die Tänzerin
im Pas de deux mit der Seide) zu einem fließenden Bewegungsstrom.
So entstehen geheimnisvolle Schattenreiche aus realer Kontur und
geträumter Silhouette.
Wahre Umhüllungswunder aus dem fragilsten
aller Tuchstoffe, der Seide, schmeicheln durch die einfühlsame
Bearbeitung des Fotografen der keuschen Nacktheit der weiblichen
Figur im Zentrum.

Bis zu zehn Belichtungen verwendet der Fotograf für ein einzelnes,
hier rein analog erstelltes Bild. In den Arbeiten anderer Reihen bringt
er analoges und digitales Wissen um die bildästhetischen Mittel
gekonnt zusammen.

„Das Licht addiert sich mit jeder Aufnahme zum entstehenden Bild.“
(Frank Buchna)

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